Klassischer Käsekuchen

Klassischer Käsekuchen

Bei meiner Oma gab es früher immer Käsekuchen, ich habe ihn vergöttert, es war einfach der Beste. Jede Kaffeetafel war mit diesem Kuchen gerettet. Leider ist meine Oma früh verstorben und hat das Rezept mit ins Grab genommen. Meine Mutter wusste nur, dass sie den Käsekuchen immer mit Quark gemacht hat, leider nicht gerade viele Infos :-). Nun habe ich es mir zur Aufgabe gemacht diesen Käsekuchen zu rekonstruieren. Letzte Woche hatte meine Mutter einen Käsekuchen mit Quark und Vanillepudding gemacht, er war sehr lecker aber schmeckte nicht wie der meiner lieben Oma. Ihr Käsekuchen war immer sehr fest, frisch und saftig. Also startete ich heute mal den zweiten Versuch „Der perfekte Käsekuchen“. Nach langer Recherche hatte ich auf der Seite Living at Home ein Rezept entdeckt das mich ansprach, ich wollte ein Rezept mit viel Quark und ohne Vanillepudding. Hier also nun mein erster Versuch an einem Käsekuchen aus den guten alten Zeiten. Gleich vorweg, ganz entspricht er nicht dem meiner Oma, aber wer auf einen sehr fluffigen Käsekuchen steht, ist hier genau richtig, deshalb wollte ich ihn Euch auch nicht vorenthalten. Sobald ich exakt DEN Kuchen gefunden habe, werde ich ihn Euch ganz sicher sofort präsentieren 😉

Die Zutaten habe ich im Vergleich zum Original etwas abgewandelt und wie so oft wird mit einem Mürbeteig gestartet…

Zutaten

Für den Teig // Springform (26 cm Ø):

250 g Mehl
125 g Butter
70 g Zucker
Mark von einer Vanilleschote
1 Prise Salz
1 Ei

Für die Füllung:

500 g Magerquark
250 g Quark 20% Fett
5 Eier
160 g Zucker
Mark von einer Vanilleschote
Abrieb von einer Biozitrone
2 EL Zitronensaft
55 g Speisestärke

200 g Schlagsahne
2 EL Semmelbröse

Zubereitung:

Für den Teig das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben. In die Mitte eine Mulde drücken, in diese Zucker und eine Prise Salz streuen und das Ei hineingeben. Butter in Flöckchen auf dem Rand verteilen. Alle Teigzutaten vom Rand aus rasch zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten. Teig zu einer Kugel formen und flach drücken, in Folie gewickelt 30–60 Minuten kalt stellen.

Quark in einem Sieb abtropfen lassen. Ofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausrollen. Die Form fetten und mit dem Teig auskleiden, dabei einen Rand bilden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Form kalt stellen.

Die Eier trennen. Abgetropften Quark, Eigelb, 100 g Zucker, Vanillemark, Zitronensaft, den Abrieb der Zitrone und Speisestärke verquirlen. Eiweiß steif schlagen, dabei restlichen Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen bis der Eischnee schön cremig ist. Sahne steif schlagen. Eischnee und Sahne abwechselnd unter die Quarkcreme heben.

Die Semmelbrösel auf dem Teigboden verteilen, darauf die Käsemasse geben und glatt streichen. Kuchen auf der untersten Schiene 20 Minuten backen bis die Käsemasse aufgegangen ist. Dann die Backofentemperatur auf 160 Grad (Umluft 140 Grad) herunterschalten. Mit einem spitzen Messer rundum zwischen Teigrand und Füllung 1 cm tief einschneiden. Den Kuchen weitere 30–35 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen, dabei eventuell zwischendurch abdecken, damit er nicht zu stark bräunt. Bitte nicht direkt den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etwas Geduld ist hier gefragt, mit einem Holzlöffel für einen Spalt sorgen und die Backofentür für eine Stunde etwas aufstehen lassen. Das sorgt dafür, dass der Kuchen nicht sofort zerfällt! Heraus nehmen und auf einem Kuchengitter weiter abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren. Wir mögen den Kuchen sehr gerne kalt, also, sofern ihr noch Zeit und vor allem Platz im Kühlschrank habt, stellt ihn noch einige Stunden kühl.